Social Responsibility
Die photo basel entstand primär nicht nur aus der Idee, ein kommerzielles
Geschäft aufzubauen. Ohne Zweifel muss das Schaffen finanziell erfolgreich sein - der initiale Antrieb jedoch war nicht “Geldverdienen”. Zusammen mit der Messe werden von Anfang an
verschiedene soziale und gemeinnützige Engagements umgesetzt, welche wir als "Social Responsability" oder "Engagement" bezeichnen.
Das Engagement der photo basel ist in sieben Teilbereiche aufgeteilt. Drei davon sind
direkt in die Messe integriert, vier davon werden unter dem Patronat der Stiftung "photo basel foundation" (in Gründung) getragen. Das soziale Engagement ist fest in
der Philosophie und im Geschäftsmodell der photo basel verankert, kann jedoch nicht zu 100% aus dem eigenen
Ertrag finanziert werden. Daher sind gewisse Engagements nur möglich, wenn die photo basel von
öffentlicher und/oder privater Hand Unterstützung erhält.
Engagements, welche direkt von der Messe umgesetzt werden:
1. Der Focus der photo basel liegt auf Qualität. Dies ist der einzige Weg, die künstlerische Fotografie langfristig zu fördern.
Die Arbeit für die Qualität der Kunst, sehen wir nicht nur als notwendigen Aspekt des Geschäftsmodels, sondern als Teil unseres sozialen Engagements.
Diese Qualität stellen mit unserem "kuratorial Panel" sicher, welches aus renomierten Personen der Photograhpieszene besteht. Gleichzeitig werden durch
Sonderausstellungen und Vorträge/Panels/Podiumsdiskussionen auch Themen der Photographie angesprochen, welche über die reine Werkschau resp. das kommerzielle
Anpreisen und Verkaufen von Kunstwerken hinaus geht.
2. Aussteller sollten Kunst anbieten, die preislich ab CHF 500 beginnt. Damit wollen wir gewährleisten, dass fast alle, welche
sich mit der Fotokunst auseinandersetzen, an der photo basel Werke erwerben können. Es wird auch ein spezieller Bereich geschaffen, wo sogenannte "Editionen"
angeboten werden - Bilder in einer etwas höheren Auflage (ab ca. 30 Exemplaren) für erschwinglichere Preise.
3. Personen in Ausbildung bis 25 Jahren bezahlen keinen Eintritt, damit sich junge Menschen mit der künstlerischen Fotografie
auseinander setzen können, ohne dass der Messeeintritt eine Hemmschwelle darstellt.
Engagements, welche unter dem Patronat der Stiftung laufen:
4. Sammlung zeitgenössischer Fotografien, in einer Stiftung vereint, der Öffentlichkeit zugänglich.
5. Pro Jahr wird an der Messe mindestens eine junge, vielversprechende Galerie zugelassen und gefördert.
6. Ein Jahr lang wird ein Projekt junger Fotografen und Künstler unterstützt.
7. Es wird ein aktiver Austausch mit Institutionen von Sehbehinderten und Blinden geben, um der einzigen Zielgruppe gerecht zu werden,
welche keinen direkten Zugang zur Bilderwelt hat. In enger Kooperation mit dem Blindenheim Basel sind bereits drei Massnahmen vorgesehen:
o Die Webseite wird so programmiert, dass Sehbehinderte einen erleichterten Zugang zu ihr haben
o An der Messe werden für sehbehinderte Personen spezielle Führungen angeboten
o An der Messe werden Informationen in Brailleschrift für die Sehbehinderten zur Verfügung stehen
Umfang:
Die Stiftung wird mit 5 - 10% des Flächenertrages geäuffnet. Im 2015 gehen wir von einer Summe von voraussichtlich 5'000 bis 10'000 Franken aus.
Um im kompetitiven Marktumfeld zu bestehen und auch, um unseren Ausstellern attraktive Konditionan anbieten zu können, kalkulieren wir unsere Preise sehr hart. Gleichzeitig
sind wir überzeugt, für einen langfristigen Erfolg neben den unabdingbaren/fixen Kosten vor allem ins Marketing investieren zu müssen. Aufgrund dieser Faktoren
können wir erst nach der Messe definitiv angeben, welche genaue Summe in unser Soziales Engagement geflossen ist. Dies werden wir selbstverständlich
an dieser Stelle tun.
Anmerkung 2018/09:
warum b3f? der ursprüngliche Arbeitstitel der photo basel war "basel foto fair" - also bff. Und schon in dieser Konzeptionsphase wurden obige Ideen, Werte und Ziele entwickelt.
Daraus entstand die "basel foto fair foundation", kurz b3f. Aus verschiedenen sinnvollen Gründen wurde dann die bff in "photo basel" umbenannt, unter dem Namen sie noch heute tätigt ist;
zudem wurde die b3f-Idee nicht als explizites Projekt weiter verfolgt (Inhalte davon gelten weiterhin für die photo basel) - daher ist diese Webseite hier als Archiv aufgeführt. //sr